21. Dezember 2023

Wandlung des Lichts

Transformation.


Haltlos?
Gelähmt?
 
Halt. Los.
 
Los. Halt.
 
Was wird subventioniert?
Was ist gesund?
Wer weiß Bescheid?
Wer denkt?
Kreuz oder quer?
Wer ist Freund und wer Feind?
 
Lähmt Schwarmwissen
unser Denkvermögen?
 
KI (AI),
die gepriesene Rettung
fürs brachliegende Hirn?
 
Verantwortung übergeben.
An gefühllose Maschinen,
die begierig Daten fressen,
in ihren Prozessoren sortieren,
mischen und stempeln,
stoisch rationale
Schwarz-Weiß
Ergebnisse ausspucken.
 
Ohne Wankelmut,
ohne Empathie,
ohne Angst.
 
Null oder Eins.
Aus.
 
Barcode,
die neuen
Lebenslinien,
Klimaberechnung,
der Rechenschieber,
Waffen und Drohnen,
die Tod- oder Heilsbringer,
künstliche Intelligenz als
Herz-Lungen-Maschine
für stockende Prozesse oder
als gepriesenes Orakel
der Neuzeit.
 
Der Mensch derweil,
überfordert, besserwissend  
oder ausgeklinkt?
 
Systemmakel gierig nutzend,
beklagend oder ausgleichend?
 
In Kriegs-, Opfer- oder
Verteidigungsfalle?
 
Profitierend, gestresst oder
bereits ausgebrannt?
 
Während der Mensch
aus alter Gewohnheit
bis drei zählt,
beherrschen Null und Eins
das Geschehen.
 
Haben wir uns verrechnet?
Im Namen des Vaters,
des Sohnes und …
der Heilige Geist demnach
aus der Aufzählung
gestrichen und gelöscht?
 
Was steht für die Drei?
 
Menschlichkeit!
 
Der Geist
der Liebe,
die alles beseelt.
 
Wenn Liebe fehlt,
was kann glücklich machen?
 
Triebe zu befriedigen,
löscht Langeweile aus,
verstärkt doch nur
weitere Gier.
 
Reicht das aus
für Lebensglück
oder generiert es
Lebensschmerz,
der Aggressionen
weckt und bestückt?
 
Wenn
unerwartete Ereignisse
alte Wunden aufreißen,
unerfüllte Wunschträume
sich in Phantomschmerz
ergießen,
was vermag noch
die Leere zu füllen?
 
Gut oder böse,
richtig oder falsch?
Wer weiß,
wohin der Weg
uns führt?
 
Welche Monster
haben wir geweckt?
 
Schwarz-weiße Feger,
die alles besenrein
zurücklassen?
 
Mit guten Absichten
beginnt jede Tragik.
 
Risiko-Eliminierung
war das hehre Ziel.
 
Der schwache Mensch
Im Rechenprozess
gnadenlos abgeschossen.
 
Wo bleiben die
bunten Farben,
nuancenreiche Schattierungen?
Romantisches Relikt,
das im Nirvana des Social Media
nurmehr Platz auf den
Paletten der Makeup-Artisten
findet und bleichen Gesichtern
Jugend und Schönheit
vorgaukelt?

Wo Regenbogen einzig
nur noch Flaggen dienen,
Vielfältigkeit und Charakter
den Rastern der Konformität
geopfert werden und
alles auf dem Gabentisch
der Digitalisierung
landet.
 
Es ist diese Veränderung,
die lähmt, beschleunigt
oder brutal weckt.
 
Stelle dich der Taubheit
und deinem Schmerz.
Fühle dich.
 
„Wo stehe ich,
wo will ich hin,
was hindert mich?“
 
Mut und Vertrauen
zum eigenen Gefühl
und die Bereitschaft
eigene Fehlbarkeit
zu akzeptieren,
sie als das wahrzunehmen
und anzuerkennen,
was sie ist:
 
Achillesverse der Menschlichkeit
Bindeglied zum Nächsten,
Einladung für gemeinsames Wirken,
Durst nach Selbstverwirklichung.
 
Selbstverantwortung
bedingt Aufrichtigkeit zum
eigenen Denken, Sprechen
und Tun.
 
Schadstofffreie Treibstoffe,
für eine Neuorientierung:
 
Liebe und Empathie,
mit Bereitschaft zur
Fürsorge,
für einen selbst,
den Nächsten,
die Schöpfung.
 
Die Liebe holt uns
zurück ins Sein.
 
Jetzt ist
die Zeit.
 
Die Wintersonnenwende
bringt uns das Licht
zurück.
 
Mögen sich
Schatten erhellen und
Furcht vertreiben.
 
Wir zünden die letzte Kerze an.
Möge uns Weihnachten,
das Fest der Liebe,
Gelegenheit sein,
um das wahre Geschenk
zu empfangen:
 
Der Heilige Geist
der Menschlichkeit,
der in uns allen steckt,
uns allen geschenkt
wurde, um zu erfahren.
 
Eins, zwei, drei,
neue Menschlichkeit,
wach auf und leuchte.
 
Licht sei mit uns.

Ich sehe mich.
Ich sehe dich.
Es ist gut.

Frohe, gesegnete
Weihnacht uns allen.
 
Amen.

©️ Manuela Engel-Dahan

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