Artikel-Nr.: 000247

# 247 (120/90)

Acryl auf Leinwand / 120 cm x 90 cm

Das Bild ist am 27.11.2020 entstanden. Die "Freigeistigen Waldgedanken" dieses Tages korrespondieren wohl mit dem Werk. So könnten die schwarzen Kreise emotionale Barrieren und düstere Momente im Leben symbolisieren. Ihre Dichte vermittelt Einsamkeit und Selbstisolation. Der scharfe Kontrast zur bunten Spirale in der Mitte, die viele Farben vereint, zeigt die Metamorphose der Emotionen.

 

Die leuchtende Spirale spiegelt vielleicht die Überlegungen des Gedichts wider: Kann man Farben fühlen? Die Antwort offenbart sich durch die lebendigen Farben, die aus Liebe und Mitgefühl inmitten der Dunkelheit hervorgehen. Die Annäherung an die Bildmitte symbolisiert eine Reise von Angst und Zweifel zu Mut und Freude.

 

Die spiralförmige Bewegung und Farbvielfalt erinnern daran, dass es Lichtblicke selbst in den dunkelsten Momenten gibt. Die farbigen Elemente sind "leuchtende kleine Glücksimpulse", Symbole für Hoffnung und Erneuerung, die den Betrachter daran erinnern, emotionale Mauern mit offenem Herzen und echtem Mitgefühl zu durchbrechen.

 

Wer dies fühlt, erhält eine kraftvolle Botschaft: Mit Liebe und Zuwendung kann man die Schattenseiten bewältigen!

 


Das vollständige Gedicht:

 

 

27. November 2020

 

Farbig sehen

 

Wutausbrüche verzeihen,

das geht nur mit Liebe.

 Mit Liebe aufweichen.

Dann wird das Leben bunt.

 

Kann man Farben fühlen?

Erzeugt die Farbe grau Traurigkeit?

Schürt fehlender Kontrast Zweifel?

Resultiert aus reduziertem

Sichtspektrum auch Angst?

Angst im Dunkeln zu stehen

oder Zweifel,

weil Anhaltspunkte fehlen?

 

Was bewirken Farben?

Sind Farben seelische Lichtblicke?

Wie selektiert unser Hirn?

Kann man das trainieren?

Erlangt man über

bunte Farben Mut und Freude?

Wie sieht man bunt?

 

Ich habe heute so viel

Farbtupfer gesehen,

leuchtende kleine Glücksimpulse

inmitten erstarrter Natur.

Weiß-silbrige Perlen,

rote Beeren, herrliche Blüten ...

 

Unsere selektive Wahrnehmung

können wir bewusst steuern,

wenn wir dichter rangehen,

dichter an Objekte,

näher an Geschehnisse und

näher an unsere Mitmenschen.

 

Nähe zu Menschen

geht auch

ohne räumliche Nähe,

dazu braucht es ein offenes Ohr,

ein weiches Herz und

das Verständnis,

dass niemand

den Nächsten verletzen will,

sondern gespürte Affronts

nur Schutzmechanismen sind,

weil der Andere glaubt,

sich jetzt verteidigen zu müssen.

Meist sind es doch

nur Missverständnisse.

 

So wie wir wissen,

dass Feuer eine

rote kraftvolle Wärmequelle ist

und es nicht als

zerstörendes Medium sehen,

so können wir

unser Mitgefühl trainieren,

wenn wir wahrnehmen,

dass Wut aus Mangel an

spürbarer, umschmeichelnder Liebe

hervorbricht.

 

Wutausbrüche verzeihen,

das geht nur mit Liebe.

 

Mit Liebe aufweichen.

Dann wird das Leben bunt.

Gemeinsam Zukunft jetzt.

 

© Manuela Engel-Dahan

 

 

 

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